Meine erste Tauchsafari

Nach einer gefühlten Ewigkeit war es nun so weit. Die erste E-Mail von Michael erhielten wir am 19. November 2013; am 31. Juli 2014 ging es endlich los. Auf zu VBF… viele bunte Fische!

Das Vervollständigen der Ausrüstung, Taschen kaufen und Profis befragen war erledigt. Immer wenn man sich am See oder im Stadionbad traf, wurden Reiseanekdoten von den letzten Ägypten Trips erzählt und als Neuling hatte ich dann erneut einen Hinweis fürs Gepäck.

Die Anreise verlief stressfrei und problemlos. Gut, wenn man eine Jacke fürs Auto dabei hatte… aber ansonsten waren wir nun endgültig angekommen in der herrlichen Wärme.

Ich, als Neue, ließ das mal einfach auf mich zukommen. Es organisierte sich alles von selbst; auf einmal waren die Tauchklamotten von dem bisschen Restgepäck getrennt. Und die Jungs von der Crew zeigten sich von Anfang an als Goldstücke. Würden wir uns nicht wenigstens mit Tauchen ertüchtigen, würden die Armmuskeln wahrscheinlich verkümmern während einer Safari. Schleppen muss man echt so gut wie gar nicht…außer sich selbst die Leiter hoch. Wohingegen von anderen Teilen der Anatomie Einiges abverlangt wird… sowohl über als auch unter Wasser. Der Magen-Darm-Trakt muss mit den Mengen des leckeren Essens klar kommen. Und die Augen müssen die ganzen Eindrücke weiter melden. Die Weite, das Glitzern und die beruhigende Wirkung des Horizontes. Und unter der Wasserlinie diese tolle Korallenlandschaft mit der Vielfalt an Tieren, Farben, großen Formationen und detailreichen Kleinigkeiten.

Ab dem zweiten Tag stand der Rhythmus mit den 4 Tauchgängen pro Tag fest. Der Tag beginnt früh (ca. 6.30 Uhr) und dann kann zum Mittagessen schon mal eine gefühlte Zeit „deutlich später“ vom Gehirn zurückgemeldet werden. Manchmal wurde noch eine aktive Oberflächenpause eingestreut… wie in Sataya Süd, wo sich aber die Delfine nicht spielbereit zeigten. Dort sammeln sich die Tiere zur Ruhe, kommen wieder zurück von der Nachtjagd. Wir haben sie gesehen, aber leider nicht nah genug an uns zur Beobachtung unter Wasser.

Es ist wie eine Tauch- und Korallenflatrate. Auch wenn man mal nicht so viel sieht… aus welchen Gründen auch immer…weil man mal wieder zu schnell unterwegs ist oder weil echt nicht so viel los ist… die Landschaft, die Sonne und das klare warme Wasser sind einem sicher.

Auf besonderen Wunsch wurde als eines der Highlights Shaab Claudia angelaufen. Dieses Riff mit vielen Gängen und Kavernen machte wohl allen viel Spaß beim Betauchen. Alle haben den Ausgang aus dem ägyptischen Käse auch wieder gefunden.

Überhaupt besteht dieser Urlaub aus vielen Highlights. Für mich ganz sicher der Montag, und zwar ganz konkret Tauchgang Nr. 3. Die Gruppenführung von mir (auf dem Weg zum 2. Stern) war endlich mal okay und ich bewegte mich im üblichen Taucher-Standgas. Stimmt ja… dann entdeckt man auch mal was! Nach ¾ des Tauchganges trafen wir dann noch eine andere Gruppe und auf einmal zuppelte Dietmar an mir… ein Traum… da war sie endlich… mein Lieblingstier… eine Schildkröte… eine Karett… ca. 50 cm groß. Sie war sehr anhänglich. Ich hab mich so gefreut. Als wir alle dann schon fast im Aufbruch waren… ein Pfeifen… Michael und wir alle spitzten die Ohren und hielten die Augen auf. Und dann schwamm ganz nah an uns vorbei… eine Gruppe Tümmler. 8 Tiere in Begleitung von einem Jungtier. Auch diese waren total entspannt und zogen hin und her an uns vorbei. Jetzt weiß ich wie sich bei 30 Grad Wassertemperatur eine Gänsehaut anfühlt.

Am Dienstagnachmittag war dann die Zeit für Elphinstone Reef gekommen. Auch hiervon hatte ich schon Einiges gehört. Wir hatten ein super Timing. Viele Safariboote halten hier vornehmlich am Mittwoch. Wir waren fast allein, ein anderes Boot war noch da, aber die waren schon durch mit ihrem Tauchgang. Das Briefing eröffnete 2 Möglichkeiten. Beide Male Ausfahrt mit den Zodiacs, Abwurf und dann für die Cracks erst gegen die Strömung an der Nordspitze in der Hoffnung auf Großfisch oder für die Relax-Gruppen nach kurzem Passieren des Plateaus mit der Strömung an der Steilwand entlang treiben lassen. Nach Konstitution und Erfahrung fand ich mich in einer Relax-Gruppe gut aufgehoben. Die Strömung war zum Eingewöhnen angenehm schwach. Dennoch ungewohnt, irgendwie auch nicht weniger Luft verbraucht… aber auch witzig… wie die Rolltreppen in Schiphol. Nur ohne MIND THE STEP dafür mit MIND THE SEENADEL links und MIND THE TUNA rechts.

Wir waren wirklich vom Glück verwöhnt. Ein öliges Meer am letzten Seetag; überhaupt zum Wohl für meinen Magen sehr wenig Seegang. Und wieder Delfin-Sichtung. Sie begleiteten unser Boot, die Quick Shadow, eine ganze Weile. Circa 12 Tiere auch Jungtiere dabei. Wir konnten uns noch mal richtig sattsehen auf dem Weg zum letzten Stopp Ras Shona.

Am Mittwoch zollten wir der Entsättigung und Trocknung der Klamotten Tribut und mussten uns mit 2 Tauchgängen begnügen. Total schade… aber ein wenig konnte man dann seine Blessuren pflegen. Also ich hatte jedenfalls ein wenig Knie und die Ohren juckten nun auch merklich.

Auch hier wiederum waren wir auf der guten Seite. Alle Tauchgänge ohne Vorfälle, niemand von der Treppe gestürzt und auch keiner vernesselt oder gepiekt.

Wir konnten also den Urlaub entspannt und schwitzend bis zum Ende genießen. Frühstück mit Eiern nach Wunsch z. B. Omelett mixed und lecker Mittagessen gab es auch noch. Alles ohne Hektik… die Kabinen konnten wir bis zum Schluss behalten. Es war Alles in allem eine runde Sache und eine wunderschöne, ereignisreiche und gefühlt lange Woche.

Danke an Michael, den Organisator, alle Ausbilder und alle anderen Mitreisenden… denn was wäre das Tauchen ohne Buddies!

Tanja Kalkhake

Jugendbericht Quick Shadow

Mit der Quick Shadow auf dem Roten Meer


Am 31.7. haben wir uns alle gemeinsam am Flughafen in Hannover getroffen, um von dort aus nach Hurghada zu fliegen. Die Aussicht gegen Ende des Flugs war irre schön. Und das Meer an den Küsten hatte eine türkisblaue Farbe. Am Ankunftsort war es angenehm warm. Die Abenddämmerung tauchte den Flughafen in ein warmes Licht. Wir sind mit dem Bus vom Flughafen aus etwa drei Stunden zum Hafen gefahren. Auf der Fahrt wurde es immer dunkler, über den Silhouetten der Berge zog sich eine rötliche Linie über den Himmel. Im Hafen angekommen sind wir sofort an Bord der Quick Shadow gegangen - es war ein sehr gemütliches und gepflegtes Schiff und fühlte sich schon bald fast wie zu Hause an. Am 1.8. war dann auch der erste Tauchgang- morgens. Das Wasser war sooo warm, bis zu 32 Grad!!!
Und die Unterwasserwelt war atemberaubend. Wunderschöne Landschaften mit Plateaus, Steilwänden, Türmen und Kavernen.
Bereits am ersten Tag haben wir Delfine gesehen! Schon vom Boot aus war es toll!
Aber beim Schnorcheln noch viel eindrucksvoller. Die Spinnerdelfine sind ganz nah heran gekommen. Am 3.8. war etwas stärkerer Wellengang wegen des Windes. Es hat viel Spaß gemacht vorne am Bug an der Reling im Wind zu stehen- ein bisschen wie Achterbahnfahren.
Und gegen Seekrankheit gab es Tabletten. Jeder Tauchgang war besonders und spannend.
Es hat mir sehr gefallen zu sehen, wie sich das Leben unterwasser tagsüber vom Leben in der Nacht unterscheidet. Beim letzten Tauchgang haben wir besonders viel gesehen- ein Gitarrenrochen war auch dabei. Die letzte Nacht haben wir im Hafen verbracht, also konnten wir am Abend noch Bars oder Restaurants besuchen und Spazieren gehen. Die Zeit auf dem Meer war so schön und es war schwer, sich von der netten Crew, den Tauchguides, dem leckeren Essen, dem Schaukeln auf den Wellen, dem atemberaubenden Sternenhimmel und der bunten Unterwasserwelt zu verabschieden.

Jugendgruppe mit

Antonia, Carla und Lina

Unterwasserfotos

 
 

Fotoimpressionen Rotes Meer 2014