Bericht Vereinsfahrt Ägypten 2010

Safari, afwan

Kennst Du schon den RSD-TEST? Wenn nicht, dann hättest Du an unserer Ägypten-Vereinsfahrt vom 18.-25.11.2010 teilnehmen sollen! RSD ist natürlich englisch und steht für „RED SEA DIVING“; denn unsere Arabischkenntnisse reichten nicht für die Konversation. TEST steht für Tauchen, Essen, Schlafen, Tauchen …

Das war das, was wir auf unserer Safari mit der Independence II gemacht haben. Wir müssen schon ganz schön verrückt sein, um genau diese Reihenfolge einzuhalten! Um 6 Uhr (5 Uhr MEZ) weckt uns die Schiffsglocke, um 6.15 Uhr „Antreten“ an Deck, um 6.30 Uhr springen die Ersten nüchtern für den Early-Morning-Dive in das noch immer angenehm warme Meer – zumindest mit 5-7mm-Anzug.

Unsere Schiffsmannschaft um Bernard hat Liegeplätze angefahren (St. John's und Fury Shoals), die ausreichend Schutz hinter einem Riff bieten. Damit geht das überhaupt, an der Außenseite der Riffe herrschen an den ersten Tagen Windstärken um 6-7, und das ist für uns Landratten eine ganze Menge. Wir merken das immer dann, wenn wir mit dem Schlauchboot fahren und uns mit einem „one, two, three“ gemeinsam über die Außenseite fallen lassen. Dafür erwarten uns unter Wasser leichte Strömung und wunderschöne Tauchgänge in noch sehr gut erhaltenen, tollen Korallengärten.  Leider sieht es nicht mehr überall so aus. So gut der Tourismus als Wirtschaftsfaktor für Ägypten und für die ausgezeichnete Mannschaft an Bord der Independence II ist, so sind wir doch auch Erzeuger der Klima schädlichen Abgase, die für das Sterben der Korallen mitverantwortlich gemacht werden.

An die Begegnung mit Weißspitzen-Riffhaien, Delfinen in der Nähe, Schildkröten oder Napoleons werden diejenigen, die sie bei ihren Tauchgängen hatten, sich noch lange gern erinnern. Auch die Eindrücke in den Höhlen bleiben haften. Ein Nachttauchgang mit durch die vielen Lampen aufgescheuchten Rotfeuerfischen bleibt ein wenig zwiespältig in Erinnerung: Lampe an, Lampe aus, Vollmond und Schiffslicht reichen auch, und Aufpassen, wo die Stachelträger sein könnten.

Am Ende heißt es für alle außer Manfred, der leider kurz vor der Abreise aus Gesundheitsgründen absagen musste, aber in unsren Gedanken oft dabei war: RSD-TEST bestanden!

Als alle zurück sind, fällt unserem Organisator Michael ein Stein vom Herzen. Bei der Zwischenlandung in München sind es statt der gewohnten 29° plötzlich -2° und im Terminal leuchtet der erste Weihnachtsbaum.

Was bleibt, ist ein herzliches „Shukran“ an alle, Bernard und seine Super-Mannschaft, unsere Organisation im Verein und an alle, die dabei waren, für die tolle Stimmung an Bord!

Und was den RSD-TEST angeht: Erneute Teilnahme ist nicht ausgeschlossen, melde Dich doch einfach als Organisator und Ausrichter!

 

Impressionen