Tauchsafari 2016 "Rotes Meer mit der Independence II" oder "ohne Blei kein Hai"

Tauchvereinsfahrt mit der TG Waspo vom 21.07 - 01.08.2016

Juhu... endlich war es wieder so weit, Rotes Meer wir kommen. Immer noch die tollen Bilder und Eindrücke von der letzten Tour auf dem Roten Meer im Kopf, war die Vorfreude riesig. Der letzte Tauch-Urlaub in Ägypten auf der Quick Shadow war schon wieder 2 Jahre her und damals mein erster Tauchurlaub überhaupt gewesen. (http://tgwaspo.de/cms/veranstaltungen/
berichte/vereinsfahrt-quick-shadow-2014.html).
Die Anreise war wieder perfekt organisiert, Treffpunkt und Zeit am Flughafen. Der Flug und anschließende Transfer zum Boot klappte so gut wie auch beim letzten mal. Die Independence II war größer und luxuriöser als die Quick Shadow, so hatten wir noch mehr Platz in den Kajüten, im Bad und im Speisesaal. Es gab ein großes Mitteldeck mit Bar zum Verweilen nach den Tauchgängen und ein riesiges Sonnendeck.
Bei der Ankunft am Boot war Freude war groß als es ein Wiedersehen mit Fadlallah, einem der Tauchguides vom letzten mal, gab. Dann Verteilung der Kabinen, Abendbrot und noch ein Bier an Deck und Schlafen gehen, es hieß ja wieder der frühe Taucher fängt den Fisch.

06:00 Uhr ... klopf klopfklopf... guten Morgen. Also aufstehen, der erste Tauchtag. Zum eingewöhnen sollte es am ersten Tauchtag nur zwei Tauchgänge geben. Einen Tee und Kekse an Deck und dann "gongte" es zum ersten Briefing. Einführungstauchgang am Shaab Marsa Alam Riff incl. Boje setzen für alle.
Der Tagesablauf war ja schon von der letzten Reise bekannt, obwohl ich mich an das frühe Aufstehen nicht mehr erinnern konnte oder es verdrängt hatte. Spätestens am 3. Tag war die alte Routine wieder da: Tauchen, Essen, Schlafen .... Tauchen, Essen, Schlafen ... Zwischen den Tauchgängen gab es aber auch immer mal wieder genügend Zeit zum RuGa, lesen, dösen, aufs Meer schauen und schlafen.

Auch an das ständige Essen gewöhnt man sich schnell, da es auch sehr abwechslungsreich und lecker war. Erstaunlich was man in einem Schiff so alles unterbringen kann. Selbst einen ganzen Truthahn für das Captains-Dinner war kein Problem und diese Unmengen an Tomaten. Zu erwähnen sind noch die leckeren Pfannkuchen und der Milchreis zum Frühstück und natürlich jeden morgen die selbe Frage: Omelett, pur oder mit allem, Rührei oder Spiegelei?? Nach dem Abendessen gab es immer eine kleine nette Ansprache von Annika unserer Tourleaderin mit Infos zum nächsten Tag.
Alle Tauchgänge hier aufzuzählen, mit all den tollen Eindrücken würde wohl den Rahmen sprengen aber wir waren bei Shaab Sham, Rockyisland, Zarbagad, Sataya, Gota Sataya Kebira, Malahi, Shaab Maksour, Shaab Claudia, Daedalus, Elphinstone, Abu Dabab Nabaa und Abu Dabab 4.

Dieses Jahr waren mit Lina, Dirk und mir noch 3 Taucher dabei die gerade in der ** Ausbildung steckten, so konnte man prima das Schöne mit dem Notwendigen verbinden. Während die anderen also unbeschwert die faszinierende Unterwasserwelt des Roten Meeres bewunderten, gab es zwischendurch immer mal wieder Tauchgänge mit Michael bei denen die Gruppenführung sowohl tagsüber als auch nachts, das Aufsteigen ohne Flossenbenutzung und Tarieren in verschiedenen Tiefen als auch das Retten und Bergen eines verunfallten Tauchers geübt wurde. Dank der tollen Betreuung und vielen guten Tipps haben wir in den 10 Safaritagen viel dazugelernt und sind immer sicherer beim Tauchen geworden. Generell hatte ich auch den Eindruck, das die Tauchgänge zum Teil anspruchsvoller geworden sind, z.B beim Strömungstauchgang am Elphinstone Riff auf 30m Tiefe. Und dieses ständige Zodiac fahren ... raus aus dem Zodiac ... rein in das Zodiac ... raus aus dem Zodiac ... rein in das Zodiac ... übt ja auch.  

Besonders Beeindruckend fand ich den Tauchgang am Deadalus als wir die Schildkröte, die Hammer-Haischule und den Manatrochen gesehen haben und das alles in einem Tauchgang. Es ist so toll zusehen wie neugierig die Haie sind und wenn sie genug von uns haben einfach ihrer Wege ziehen. Oder die Delphine am Abu Dabab. Sicher war jeder Tauchgang faszinierend, was die Artenvielfalt anging und hatte für jeden Taucher andere Höhepunkte: besondere kleine Fische, Korallen, Schnecken oder einen speziellen Seeigel. Das sah man auch in den immer wieder strahlenden Gesichtern nach den einzelnen Tauchgängen. Auf Deadalus hatten wir einen kurzen Landgang, dort gab es einen Leuchtturm, den wir besichtigen und T-Shirts kaufen konnte. Den Cache am Leuchtturm haben wir leider nicht gefunden (https://coord.info/GC3MMKZ).    

Und ehe man sich versieht, waren die Tage auf dem Schiff auch schon wieder vorbei. Dabei hatte man sich gerade an den Tagesablauf gewöhnt und freute sich jeden Morgen auf die Tauchgänge des Tages.
In den 10 Safaritagen habe ich viel übers Tauchen gelernt, habe viele tolle Sachen Unterwasser gesehen. Danke mal wieder an die Organisation und an Bluewater Safaris mit einer tollen Crew und den vielen tollen Buddies für die sehr erholsame, spannende und entspannte Zeit.
Manche Erlebnisse wird man wohl nie vergessen.

Markus Esselborn

Unterwasser

Fotoimpressionen