Vereinsfahrt von A-Z

Vereinsfahrt 2013 – Von A wie Anfahrt bis Z wie Zuhause
8. – 19. August 2013, Rotes Meer mit der Independence II

Teilnehmer (alphabetisch):
Andreas, Anja, Bärbel, Brigitte, Frank, Herbert, Ingrid, Michael, Rolf, Sabine

A-Anfahrt
Alles klappt prima: Zehn gutgelaunte Vereinsmitglieder stoßen kurz nach Mittag auf dem Flughafen Hannover schon einmal vorsorglich auf die bevorstehenden Abenteuer an. Der Flieger startet pünktlich, und nach den üblichen Formalitäten werden wir vom Flughafen Hurghada zum Hafen gebracht. Jetzt beginnt der Urlaub …!

B-Bluewater Safaries
An Bord der Independence II werden wir sehr freundlich von den Guides Melissa und Daniel und von Judith empfangen. Nach einer Kurzeinweisung nehmen wir die Kabinen (Zimmer mit eigenem Bad) in Beschlag und inspizieren das uns gut bekannte, geräumige Schiff. Alle sind zufrieden. Als auch alle „zugekauften“ Gäste an Bord sind, gibt es Abendessen (s. auch E wie Essen). Wir bleiben abends an Bord und es startet das Who is Who. Am Freitag beginnt die Tour, die uns sowohl zu den Wracks im Norden, als auch zu den Highlights Brother Islands und Daedalus führen wird.

C-Crew
Eine gute Crew ist das A und O! Melissa (Australierin) und Daniel (Schweizer mit Stoppover in Thailand, China, …), unsere Tauchguides, sind schon mal spitze. Sie sind ein tolles Team und haben alles und alle mit ihrem Charme im Griff. Den Kapitän und den Großteil der anderen Crewmitglieder kennen wir von früheren Reisen. Sie machen einen super Job und uns das Leben auf der Independence II so richtig schön.

D-Dropoff
Die erste Steilwand in Ras Mohammed (Shark Reef) macht uns schon reichlich Vorfreude auf das, was noch kommen soll. Zu den traumhaften Dropoffs an den Brothers, am Daedalus und Elphinstone muss man nicht viel sagen. So viel Blau. So viel Bunt. So viel Fisch. Zu unserer Überraschung haben wir diese Top-Riffe fast für uns alleine. Dazu noch glatte See. Verrückt!

E-Essen
Hunger, was ist das? Beim ausgiebigen Frühstück mit frisch gebackenem Vollkornbrot, Toast, selbstgemachter Marmelade (ich stehe auf die Mango-Variante), Ei nach Wunsch, Buffet aus landestypischen Spezialitäten (u.a. Limetten in Chili), natürlich Käse und Wurst, sowie Obst, Joghurt und Cornflakes …. bleiben kaum Wünsche offen. Mittags gibt es Warmes mit diversen Salaten, Beilagen und Obstplatte. Und weiter geht's am Nachmittag mit einem kleinen Snack. Darf es ein wenig Kaiserschmarrn, Pizzatoast oder Schmalzgebäck sein? Und abends? Nicht nachlassen, das Buffet wartet! Und Nachtisch geht immer. Zum Smalltalk auf dem Partydeck bei Bier und Wein werden Chips, Erdnüsse oder Popcorn gereicht.

F-Fuchshai
Das ist der, der nicht da war. Wir nehmen es mit der Strömung an den Südplateaus auf und scheuen keine Mühen. An den Brothers war die Hoffnung eben groß. Aber die Tiere hatten womöglich etwas anderes vor. Stattdessen sehen wir aber Graue und Weißspitzenriffhaie und vieles mehr.

G-Gesundheit
Das Meer ist uns wohlgesonnen. Es gibt kaum Wellen und damit gibt es auch keine Ausfälle wegen schlimmer Seekrankheit. Und gegen die Rache des Pharaos kann man sich ja ein paar Antinal einwerfen. Ansonsten machen dem einen oder anderen die Ohren einen Strich durch die Taucherrechnung. Aber im Großen und Ganzen ist die Tour ohne große Komplikationen verlaufen.

H-Hammerhai
Das mit den Hammerhaien ist so eine Sache. Sie sind ja DAS Thema am Daedalus. Mehrere Male versuchen einige ihr Glück im Blauwasser, hauptsächlich an der Nordspitze. Es zeigen sich hier und da mal zwei/drei, aber die Hammerhaischule bleibt aus. Wir nehmen es gelassen. Es gibt ja noch viel viel mehr zu sehen!

I-Internationalität
Viel-Völkertreffen an Bord: Eine Australierin, Ägypter, Schweizer, ein paar Deutsche und Schwaben … (Sorry, Jens)

J-Jammern
Kommt nicht vor. Außer a) man hat mal wieder zu viel gegessen, oder b) die Klimaanlage will nicht so, oder c) die Hammerhaischule ist nicht da.

K-Klimaanlage
Bei diesen Temperaturen haben die deutschen Klimaanlagen einfach Probleme. Sie blasen mal warme bis heiße, dann doch mal „kühlere“ Luft umher. Wenn sie überhaupt blasen. Naja. Was sind schon 31 Grad und mehr im Schlafzimmer?

L-Longimanus
Wo sind die eigentlich? Nicht da. Das ist schon ungewöhnlich. Am Daedalus-Riff hatten wir fest mit ihnen gerechnet. Aber Natur ist nicht planbar.

M-Manta
Die Gruppe „Wir-haben-keine-Lust-im-Blauwasser-Fuchshaie-zu-suchen“ darf sich am Big Brother über einen Manta freuen. Apropos unerwartete Sichtungen: Beim zweiten Tauchgang am ersten Tag nähert sich uns eine Gruppe von ungefähr acht Delphinen und schwimmt gemütlich mitten durch die Tauchgruppe. Schön ……!

N-Nichtstun ...
... ist die Hauptbeschäftigung neben Tauchen und Essen. Auf dem großen Schiff gibt es so viel Platz. Besonders beliebt sind das halbschattige „Matratzenlager“ auf dem Sonnendeck oder die genialen Sitz-(oder Liege-)säcke. Die Sonnenliegen sollte man zwischen 9:00 und 17:00 Uhr meiden. Ach ja, abends ist der Platz am Bug natürlich der beste. Immer eine leichte Brise, Abendsonne, im günstigsten Fall mit Sonnenuntergang + Bier oder Wein oder Whisky. So geht Urlaub!

O-O2
Sauerstoff haben wir genug. Wir tauchen mit Nitrox. Und manchmal nimmt man ihn auch pur ganz gerne.

P-Plan
Es gibt zwei Pläne: Plan 1 beschreibt die Tour, Plan 2 den Tagesablauf.
Plan 1: Shab El Erg, Shaab Soraya, Abu Nuhas (Wracks und Mehr), Rosalie Moller, Thistlegorm, Shaab Ali (Kingston), Shaab Mohammed, Ras Mohammed, Big and Small Brother, Daedalus, Elphinstone, Shaab Shoona. (Mal so grob. Bitte verzeiht mir Fehler!)
Plan 2: Wecken zwischen 5:00 und 7:00 Uhr, Tee oder Kaffee, Tauchen, Frühstück, Tauchen, Mittagessen, Tauchen, Nachmittgassnack, nur manchmal Tauchen, Essen, Trinken. Die Reime auf den Tafeln mit dem Plan des Tages geben einen Vorgeschmack auf das, was ganz vielleicht passieren kann. 1, 2, 3 Hammerhai …. Mh.

Q-Quatschen
Das geht immer. Mal mehr, mal weniger, mal lauter, mal leiser. Wir lernen viele nette Leute kennen. Außer uns sind noch acht weitere Gäste an Bord. Alle schwer in Ordnung. Da findet sich immer ein Thema. Und wenn es Hammerhaie sind.

R-Riffe
Was soll man dazu sagen? Die Riffe, die wir auf der individuell geplanten Tour anfahren, sind einfach hervorragend. Wir sehen viel, nehmen viele Eindrücke mit nach Hause. Leider können die Bilder nie die Realität wiedergeben.

S-Seegang
Wir haben so ein Glück! Es gibt kaum Seegang. Zumindest, wenn es drauf ankommt. An den exponiert liegenden Riffen Brothers und Daedalus können wir alle Tauchplätze anfahren. Auch die Zodiac-Fahrten sind so für alle erträglich. In dem Zusammenhang sei auch noch die akzeptable Strömung erwähnt. Wenn man mal von einem Tauchgang absieht. Da können wir unser Tauchziel leider nicht erreichen. Abgetrieben .... und in die falsche Richtung gestrampelt!

T-Temperaturen
Wenn man im August nach Ägypten fährt, ist man ja nicht überrascht, wenn es mal etwas wärmer wird. Zwischen 30 und 40 Grad. Nicht nur am Tage. Dementsprechend schwitzen wir. Frank stellt fest: „Da läuft einem im Liegen das Wasser am Bein runter“. Man suche sich also ein schattiges, leicht windiges Plätzchen, wo man in Ruhe „Abschwitzen“ kann. Das Wasser bietet ja auch keine Abkühlung. Bei bis zu 31 Grad fühlt man sich wie in der Badewanne.

U-Unruhen
Von den Unruhen in Ägypten bekommen wir nicht so viel mit. Wir erfahren nur Bruchstücke von der Crew. Bis auf das Satellitenfernsehen gibt es ja keinen Empfang. Wir machen uns schon Gedanken, fühlen uns aber in keinem Moment bedroht oder in Gefahr. In den Touristengebieten ist alles ruhig. An den Riffen sind allerdings kaum Schiffe. Wir profitieren davon, denn das Daedalus-Riff haben wir ganz für uns alleine und am Elphinstone waren außer uns zwei Boote.

V-vbF oder: viele bunte Fische
Wir sind begeistert von den Mengen an Fisch. Wir fühlen uns teilweise wie mitten unter ihnen, sehen dem Treiben bei der Jagd der Makrelen zu und wissen manchmal gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollen. Man kann gar nicht alles aufzählen, was wir gesehen haben. Graue Riffhaie, Hammerhaie, Mantas, Schildkröten, Delphine, Thunas, Makrelen, fette Muränen, Nemo und seine Freunde, Drücker, Zackies, Hornhechte, Trompetenfische, … und so weiter und so weiter. Und das alles vor einem grandiosen Hintergrund.

W-Wracks
Ja, was haben wir denn da: Thistlegorm, Rosalie Moller, Yolanda (Teile), Kingston, Christoula K, Giannis D, Numidia, Aida (nicht in der Reihenfolge ihres Erscheinens). Etwas ganz Besonderes ist der Nachttauchgang an der Thistlegorm. Die Gelegenheit hat man nicht oft.

X-xmal …
…läutet die Schiffsglocke zwecks Briefing. 30 Tauchgänge waren möglich, 10 Tage unterwegs, 30 – 40 Grad im Schatten, 12 Nächte auf dem Schiff, 10 WASPO-Mitglieder (ach nee, ... eigentlich 9+1), 18 Gäste auf dem Schiff, 3 Hammerhaie, 22 x warmes Essen, 11 x Frühstück, 10 x Nachmittagssnack
unzählige Dosen Bier, 3 Flaschen Wein, viele Liter Wasser, Cola, Sprite, ....

Y-Yacht (Luxus?)
Ach, das ist schon schön: ein eigenes Bad, gute Betten, wahnsinnig viel Platz für die Gäste, ein Top-Team und hervorragendes Essen.  

Z-Zuhause
Den letzten Abend verbringen die meisten von uns sowohl in einer Bar in Port Galib als auch bis spät in die Nacht an Bord, auch an der Bar. Keiner möchte so recht an daheim denken. Wir nutzen den Urlaub bis zur letzten Minute. Aber irgendwann ist jeder im Bett. Am Montag stehen wir früh auf, um gemeinsam das letzte Frühstück an Bord zu genießen. Peux à peux leert sich das Boot, neue Gäste kommen an und schließlich verlassen auch wir unser Urlaubsdomizil. Nach dem Transfer zum Flughafen in Hurghada starten wir pünktlich und landen sogar noch eine halbe Stunde zu früh. Kurz nach Mitternacht verabschieden wir uns. Mit vielen Erinnerungen im Gepäck und hoffentlich ein paar tollen Unterwasserfotos auf dem Chip.

Bis zum nächsten Mal, es war wieder schön mit euch.
Eine Tauchreise beim TGWASPO lohnt sich eben immer ...

Eure Sabine Hardt

Fotos unter und über Wasser