Vereinsfahrt TaNa 2009

Das Tauchsport- und Naturschutzzentrum Ammelshain
Das Tauchsport- und Naturschutzzentrum Ammelshain

An dem Wochenende vom 10. Juli bis zum 12. Juli haben sich 39 Taucher unseres Vereins nach Sachsen aufgemacht, um im Steinbruch Ammelshain-Haselberg zu tauchen, die Gemeinschaft zu genießen und nicht zuletzt auch um den Sonderkurs "Tauchsicherheit und Rettung" zu absolvieren. Dies war damit wohl die bisher größte Vereinsfahrt der TG Waspo.

Durch einige Staus auf der A14 fanden sich am Abend die 17 Kursteilnehmer erst verspätet zusammen, um die erste Theorieeinheit bei Michael zu genießen, und das auf nüchternen Magen.

Rainer und Frank kümmerten sich um das Abendbrot und organisierten den Bayrischen Abend mit gegrilltem Leberkäse, frischem Krautsalat und allem, was sonst noch so dazu gehört.

Michael Frenzel in der Theorieeinheit
Michael Frenzel in der Theorieeinheit

Da der eigentlich geplante Nachttauchgang ausfallen musste, verabreten sich eine Handvoll Taucher für nächsten Morgen um spätestens 7:00 Uhr im Wasser zu sein. Trotz leichter Verzögerungen schafften sie es auch noch vor dem Frühstück den ersten Tauchgang hinter sich zu bringen.

Nach dem Frühstück fanden sich die Kursteilnehmer wieder im Seminarraum zusammen, um den 2. Teil der Theorie noch vor dem ersten Tauchgang zu absolvieren. Aufgeteilt in 4 Gruppen ging es danach ins Wasser und der erste Tauchgang mit simulierten Zwischenfällen begann. Wadenkrämpfe, Luftnot, verschollen Buddies, gekrönt von einer Rettung entweder an Land oder sogar in ein dort verankertes Schlauchboot warteten auf die Kursteilnehmer.

Das folgende Mittagessen war wieder außergewöhnlich gut organisiert und lecker. Dennoch war die Mittagspause viel zu kurz, vor allem weil die Kursteilnehmer auch noch eine Gruppenarbeit erledigen mussten. Im Anschluss gings dann zum Briefing und zum zweiten Tauchgang. Wieder kam es natürlich zu diversen Zwischenfällen, damit man das gerade theoretisch Erarbeitete auch gleich anwenden konnte.

Der Rettungskurs: Einstieg ins Schlauchboot
Der Rettungskurs: Einstieg ins Schlauchboot
Aufbruch zum Nachttauchgang
Aufbruch zum Nachttauchgang

Unfreiwillig wurde auch noch eine Einheit Bergen ins Kursprogramm aufgenommen, da Michael seine Maske (mit optischen Gläsern) und Thomas seine Bleitasche genau über dem Wartburg versenkten, also in ca. 25m Tiefe. Die Suchaktion musste aber schon nach relativ kurzer Zeit abgebrochen werden, da es doch arg Kalt war.  

Der Rest des Sonnabends galt dann dem gemütlichen Teil. Klönen, die hin und wieder durch ein Wolkenloch stoßenden Sonnenstrahlen genießen, das griechische Buffet des Abends genißen. Vom Grill kamen neben Spießen aus Schweinefleisch auch Lamm, Dorade und ein köstlicher Lachs. Dazu natürlich viele Oliven, Zaziki, Knoblauch …

Theresa und Gregor hatten für diesen Abend noch zu einem Nachttauchgang eingeladen, und dieser Einladung folgten viele. Nach Einbruch der Dunkelheit machten sich bestimmt ein Duzend Taucher noch in Richtung Steinbruch auf, bevor sich nach und nach die Leute in ihre Betten verzogen.

Am Sonntag Morgen brachen verschiedene Gruppen zum Early Morning Dive auf. Nicht zuletzt auch eine um Michael versammelte Suchmanschaft, die nocheinmal versuchen wollte, seine Maske wieder an die Oberfläche zu bringen. Und dieses Mal waren die Mühen und das Ertragen der Kälte von bis zu 6°C von Erfolg gekrönt. DJ hat das vermisste Objekt gefunden, nachdem ihm die Suchkreise an der Leine zu dumm wurden. Er hatte auf eigene Faust etwas weiter ab gesucht. Die Bleitasche wurde aber leider nicht mehr gefunden, und wird so wohl für immer im See bleiben. 

Die "Taucherlast", der Aufbewahrungs- und Trockenraum in TaNa
Die "Taucherlast", der Aufbewahrungs- und Trockenraum in TaNa

Nach dem Frühstück und dem Leeren der Zimmer tauchten unerwartete Schwierigkeiten für die Rückreise auf. Verkehrschaos auf allen Autobahnen, Vollsperrung auf der A14, Stau auf der A2, Vollsperrung auf der A7 oder doch nicht? Verwirrung und Unklarheit darüber, ob die Harzautobahn A38 schon vollständig ist oder nicht? Wo soll man jetzt langfahren? Wir haben uns jedenfalls für die Route über Harzautobahn und A7 entschieden. 5h für die Strecke von Ammelshein nach Hannover ließen uns aber durchaus an der Richtigkeit dieser Entscheidung zweifeln.

Strahlender Sonnenschein im Steinbruch
Strahlender Sonnenschein im Steinbruch

Dennoch, ein durch und durch gelungenes Wochenende. Vielen Dank und ein großes Lob an die Organisatoren. Es hat einfach Spaß gemacht, und der Termin fürs nächste Jahr (vorraussichtlich 2.7. bis 4.7.2010) ist schon im Kalender geblockt.