November der Wissenschaft im Wellenkanal

Im Rahmen der o. g. Vortragsreihe hatten wir uns von der TG Waspo zusammen mit etlichen interessierten Jugendlichen (wie Claas-Robin, Lina, Niklas, Maxi, Tom, Leonie) im Forschungszentrum Küste (FZK) in Hannover(Garbsen) angemeldet, um zu sehen und zu erfahren, wie Wellen entstehen, welche Gewalt sie ausüben können und was uns die heutige Wissenschaft darüber sagen kann. Nicht zuletzt als Wassersportler sind wir auch an solchen Themen interessiert, da alle wohl schon  einmal die Kraft des Wassers am eigenen Körper gespürt haben, wenn wir am Strand uns in die Dünung geworfen haben. Es ist aber immer wieder aufs Neue überraschend, wie wenig wir als Mensch gegenüber diesen Naturgewalten ausrichten können.

So standen wir dann mit einer 18 Mann, Frau und Jugendlich-starken Gruppe um 18:00 vor dem in der Welt größten künstlichen, fünf Meter breiten und bis zu sieben  Metern tiefen Wellenkanal, meldeten uns bei der Führung an und konnten dann in die 300m lange Halle, vorbei an der großen Wellenmaschine zum Testbecken gehen. Dort hatten die Mitarbeiter eine Barriere errichtet und diese mit vielen verschiedenen Sensoren und Messfühler ausgestattet, um die Belastung von verschiedenen  Wellen an so einem Bauwerk erfassen zu können. Die Kollegen im Kontrollzentrum hatten dafür verschiedene Bewegungen der Wellenmaschine programmiert und unsere Führerin erklärte im Einzelnen, was wir jetzt  erwarten konnten.  Auf den Gängen war dann ein Bereich gekennzeichnet, indem man bei der ganz großen Welle wohl einiges an Wasser abbekommen könnte, aber nicht alle glaubten,  dass das so präzise vorherzusehen sei, zumal man von da ganz vorne noch viel besser sehen konnte. Aber das hat sich dann spürbar gerächt, als die nach einer  Lautsprecherdurchsage noch recht kleine Welle in Gang gebracht wurde, die sich aber dann immer mehr aufschaukelte, um dann mit viel Getöse und einer heftigen  Dusche in dem besagte Bereich gegen die Wand zu krachen und die Ungläubigen dieser vorherigen Warnung nun nass und kalt erwischte. Tja, wenn man nicht hören  will…

Diese praktische Vorführung dient dann dazu, den Küstenschutz besser zu berechnen und Gebäude, wie auch die neuen großen Windkraftanlagen auf hoher See,  besser gegen die zu erwartenden Wassermassen absichern zu können. Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis konnte noch die neue 3D-Wellenanlage in einem  anderen Gebäude besichtigt werden. Hier ist man in der Lage, Wellen aus verschiedenen Richtungen, also auch schräg und mit Gegenströmungen zu erzeugen, damit  die Simulationen naturgetreuer erzeugt werden können. Die Anlage wurde gerade erst fertiggestellt und alles drum herum war noch Baustelle, aber wir konnten schon  die ersten Vorführungen und die Leistungsfähigkeit begutachten, die auch hier sehr genau gesteuert und vorhergesagt werden kann. Alles aber wegen der geringeren  Größe nur für entsprechend maßstabsgetreue Versuche.

In der Halle davor gab es noch verschiedene Anschauungsmodelle, die zum Mitmachen und selber Experimentieren aufgebaut waren und nicht zuletzt ein Glühwein- Punsch- und Bratwurststand für alle hungrigen Nachwuchs-Wissenschaftler. Somit ging dann ein spannender Abend zu Ende und hat uns wieder ein bisschen mehr  über unser Element Wasser gezeigt.

 

Besuch der TG Waspo im FZK

 

Bericht von Tom

Mit 18 Personen machten wir im Rahmen "Der Nacht der Wissenschaft" am 15.11.2014 eine halbstündliche Führung durch das Forschungszentrum Küste in Hannover.  Uns wurde ein Scout an die Seite gestellt, der uns gleich zum Wellenkanal führte. Der Scout erklärte uns den Wellenkanal und das damit verbundene Kraftwerk. Dann  startete er für uns einen Probelauf des Wellenkanals. Anschließend erkundeten wir in Eigenregie das Forschungszentrum.

 

 

www.fzk.uni-hannover.de/meldungen.html

 

 

 

Fotoimpressionen

Treffen vor dem Eingang
Hindernis
Wellenkanal
Kleine Welle
Große Welle